30 Jahre WN alpin - ein Gespräch mit Werner Niedermaier

An was denkst Du, wenn Du an die Anfänge von WN alpin denkst?

Ja da gibt’s Einiges. Es sind aber vor allem menschliche Geschichten.

Ich erinnere mich an ein Telefonat mit Herrn Wagner, Inhaber der Firma Hanwag. Ich stand in der Telefonzelle in München (Handy kannte noch niemand auf dieser Welt) und am anderen Ende war der Chef von Hanwag-Schuhe. Es ging um unsere erste Bestellung und er hat mich voll motiviert. „Ja Bua, des ist a gute Idee, mach’ a gute Arbeit in Deinem eigenen Geschä, sei ehrlich dabei und fang langsam an!“. Manchmal treffen wir uns noch auf der Messe, er ist mittlerweile weit, weit über 80 Jahre alt, hellwach und immer ein wertvoller Gesprächspartner.

Weil wir gerade beim Thema Handy sind. Eines Tages kam der Meier Stefan zu mir ins Geschä. Er hatte einen Koffer dabei mit einem Telefonhörer oben drauf. „Stefan, was hast denn Du da?“, fragte ich ihn. „Das ist ein Mobiltelefon – ich bin jetzt immer erreichbar“. Das Teil hatte ca. 4 Kilo und ich fragte mich, wer so etwas braucht. Heute hat jeder ein Smartphone in der Tasche und es sind viele Jahre vergangen.

Gibt es auch etwas, das sich nicht verändert hat?

Unsere Begeisterung für unsere Arbeit und unser Anspruch. Und dass ich immer noch voller Freude an meine erste gemeinsame Tour über den Jubiläumsgrat mit Dir denke.

Was hat sich aus Deiner Sicht am meisten verändert seit 1984?

Die komplette Handelswelt und damit auch unser Alltag. Internet, dazu eine beliebige Gleichschaltung und immer mehr und überall dieselbe Ware. Da ist jede individuelle Idee wertvoll und wir sind immer oh, wenn familiengeführte Unternehmen sichtbar sind. Das ist auch für unsere Heimat wichtig. Bei diesem Prozess sind wir besonders dankbar, dass unsere Kunden auch heute, so wie wir, das Besondere lieben.

Was hat Dich die letzte Zeit begeistert?

Unser Sohn, Christoph, war für 8 Monate mit seinem Freund Flori in Tasmanien und Australien. Wie sie sich bewegt haben und welche Ziele sie angestrebt haben, das hat mich begeistert.

Und was mich jeden Tag motiviert, ist unser starkes Team.

Dazu die ganz aktuelle Meldung, dass Viktoria Rebensburg im nächsten Winter Stöckli Ski fährt. Qualität setzt sich durch und das begeistert uns alle bei WN alpin.

Was macht Dir Freude in diesen Tagen?

Unser Freund Michael Markewitsch hat uns immer wieder mal von La Palma vorgeschwärmt. Von den Bergtouren und den kleinen Buchten. Jetzt waren wir dort. Manchmal muss man auch mal Zeit für eine gute Empfehlung von Freunden finden.

Geschälich finde ich es cool, dass wir viele junge Partner an unserer Seite haben. Gute Außendienstmitarbeiter die nachkommen. Wach, eigenständig und mit einer eigenen Handschri. Das tut unserer Arbeit und unserem Team gut.

Und das Interview zum Thema Tourismus in der Süddeutschen Zeitung, das die letzten Tage von mir veröffentlicht wurde. Was steht denn da drin? Es geht um die neue Partnerschaft mit der Tiroler Seite der Zugspitze. Ein sehr interessantes Projekt das Menschen verbindet. Das ist sehr spannend und positiv. Das Gespräch mit Dominik Prantl von der Süddeutschen war sehr angenehm und er schreibt: „Werner Niedermaier, er ist einer dieser Menschen, die bremsen, wenn alle Hurra rufen, und der Weiter ruft, wenn alle bremsen. Einer, der Wir sagt, wenn er über seinen Betrieb erzählt...“

Das kommt mir vermutlich schon sehr nahe und das kann man gerne so stehen lassen. Das „Wir“ bei WN alpin ist mir extrem wichtig und macht seit 30 Jahren Freude.

 

Das Gespräch führte Toni Langer, Bergführer aus Nürnberg und langjähriger Freund von Werner Niedermaier.

 


30 Jahre WN alpin – ein Gespräch mit Claudia Niedermaier

 

Was verbindest Du mit dem WN alpin Jubiläum?

Vor allem viele schöne Augenblicke mit unseren Geschächspartnern und Kunden.

Was waren die aufregendsten Momente?

Positiv aufregend sicher unser Ladenneubau.

Was macht am meisten Freude im Alltag?

Unser Team und die Bestätigung durch unsere Kunden.

Warum das Team?

Weil wir gemeinsam gewachsen sind und wir uns gegenseitig motivieren. Und natürlich die persönliche Kompetenz von jedem Einzelnen.

Welche Entwicklungen haben Euch die letzten Jahre bewegt?

Starke Marken, die sich mit uns entwickelt haben.

Die Bekleidungskollektion von Chillaz zum Beispiel. Den Gründer Ulf aus Innsbruck kennen wir seit seinen ersten Ideen.

Und natürlich die extrem wertvolle Partnerscha zur Firma Stöckli-Ski und immer wieder das Erlebnis, dass neuen Ideen bei uns im Laden ihren Anfang finden.

Woher bekommt ihr Eure Inspiration?

Wir halten täglich die Augen off en. Es sind Hotelkonzepte in den Alpen genau so wie schöne Läden oder neue Showrooms von unseren Partnern.

Aber auch mal eine ruhige Stunde mit unserem Hund am Wank. Inspiration hat für mich auch etwas mit Ruhe zu tun.

Was bewegt Dich zur Zeit bei der alpinen Bekleidung?

Der Trend geht bei unseren Kunden ganz klar zur individuellen Auswahl und die Freude steht im Vordergrund. Die Mischung aus bekannten, starken Marken und dazu mal etwas spannendes Neues. Das ist die Herausforderung.

Und ich bin sehr froh, dass unsere Kunden mit Freude diesen Weg mitgehen und unsere Begeisterung für das Besondere mit uns teilen.

Patagonia hat den Weg zurück in unser Haus gefunden und Ternua aus Spanien ist auch eine ganz interessante Geschichte.

Welche Ziele habt ihr für die kommende Saison?

Dass wir gesund und munter weiter unseren Weg gehen können und dass vielleicht der eine oder andere Skitag rausspringt. Ein wolkenloser Tag mit Pulverschnee in Cortina oder ein Cappuccino bei der Barbara am Kreuzeckhaus. Ein Skitag ist immer etwas Besonderes.

Und beim Kreuzeckhaus fällt mir natürlich unsere neue WN alpin Kandahar Kollektion ein. Inspiriert vom Spirit der Pioniere des Skisports und von der besonderen Geschichte der Kandahar Rennen. Wir werden in der Saison 13/14 erstmalig auch Kinderteile in der Kollektion haben und ganz, ganz starke Farben.

Welche Region würde Dich als Reiseziel reizen?

Seit einigen Wochen dreht sich bei uns ziemlich viel um Tasmanien. Unser Sohn Christoph arbeitet mit seinem Freund Flori gerade auf einer Schaffarm in Tasmanien. Die Bilder und Eindrücke, die wir bekommen haben, sind wunderschön und sehr, sehr eindrücklich.

Auf was freust Du Dich?

Auf einen gemeinsamen Skitag mit unserem Sohn. Im April sind sie wieder zurück und da sollte sich noch ein Tag im Schnee ausgehen. Für uns ein besonderer Tag und für die Buben ein Tag im Schnee nach einer langen Reise und einem langen tasmanischen Sommer.